Zahlen, Zahlen, Zahlen ...  

Letzte Letzte Aktualisierung: 10/14
Datenquellen: Statistisches Bundesamt,
Bundesagentur für Arbeit, Statista.com

(falls nicht anders angegeben) - Zahlen gelten für Deutschland

  • Einwohner Deutschland: 80,5 Mio (2012)
  • Davon Ausländer (also ohne deutschen Pass): 6,6 Mio (2012)
  • Einwohner mit Migrationshintergrund (hierzu zählen alle Ausländer sowie alle Deutschen, die nach 1955 auf das Gebiet der heutigen Bundesrepublik zugewandert sind oder mindestens einen nach 1955 zugewanderten Elternteil haben): 15 Mio = 19 % (Zensus 2011)
  • Kinder unter 18: 12,9 Mio (2012)
  • Neugeborene pro Jahr: 673.544 (2012)
  • Migrationshintergrund: 30,3 % aller Kinder unter sechs Jahren (2009)
  • Schulabschlüsse: ca. 35 % der Personen über 15 Jahre haben in Deutschland einen Haupt- beziehungsweise Volksschulabschluss, fast 27 % mittlere Reife oder gleichwertiger Abschluss, 28 % Fachhochschul- oder Hochschulreife. Ohne Schulabschluss: knapp 5 % Prozent = 3,2 Mio. (Zensus 2011)
  • Erwerbstätige: 41,775 Mio (7/13). Erwerbstätige sind Personen im Alter von 15 Jahren oder älter, die einer auf wirtschaftlichen Erwerb gerichteten Tätigkeiten nachgehen, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit.
  • Erwerbstätige nach Geschlecht: 81 % der Männer, 71 % der Frauen zwischen 20 und 64 Jahren (2011). Frauenanteil an allen Erwerbstätigen: 46%. Mehr Details zum Thema „Männer und Frauen am Arbeitsmarkt“: Information des Statistischen Bundesamtes 
  • Erwerbslose: 2,28 Mio = 5,4 % der Erwerbspersonen (8/13)
  • Arbeitslose: 2,946 Mio = 6,8 % der Erwerbspersonen (8/13) – „Erwerbslose“ sind - nach den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation – Menschen, die bisher nicht gearbeitet haben, aber aktuell eine Erwerbsarbeit aufnehmen wollen – wobei deren Umfang keine Rolle spielt. Als „arbeitslos“ gilt dagegen – nach den Kriterien der Bundesagentur für Arbeit – wer aktiv eine versicherungspflichtige Beschäftigung sucht, deren Umfang über 15 Wochenstunden liegt. Zu den Arbeitslosen werden also auch Teilzeitbeschäftigte mit weniger als 15 Wochenstunden gerechnet, sofern sie eine Tätigkeit von über 15 Wochenstunden anstreben.
  • Unterbeschäftigte 3,3 Mio (2011). Als „unterbeschäftigt“ gilt (nach dem Konzept der International Labor Organization), wer zwar erwerbstätig ist, aber den Wunsch nach mindestens einer Wochenstunde Mehrarbeit äußert und für diese auch zur Verfügung steht.
  • Davon in Vollzeit (definiert als Tätigkeit von mindestens 32 h Dauer): 1,5 Millionen, davon 72 % männlich.
  • In Teilzeit: 1,8 Mio – davon 72 % weiblich.
  • „Stille Reserve“: 1,1 Mio (2011). Personen in Stiller Reserve haben ebenso wie die Erwerbslosen überhaupt keine Arbeit, sind jedoch nicht als arbeitslos gemeldet. Sie würden sich jedoch generell eine Erwerbstätigkeit wünschen und wären auch unter bestimmten Bedingungen bereit, diese aufzunehmen.
  • Insgesamt könnten demnach also 6,7 Mio Menschen (mehr) arbeiten  - und wollten dies (zumindestens größtenteils) auch.
  • Überbeschäftigte: 929.000 (2011), davon 516.000 Männer, 412.000 Frauen. Überbeschäftigt im Sinn der Bundesagentur für Arbeit ist, wer seine Arbeitszeit reduzieren möchte und dafür entsprechend auf Verdienst verzichten würde. Überbeschäftigt Erwerbstätige sind überwiegend in einer Vollzeitbeschäftigung (848.000) und wollen ihre Wochenarbeitszeit um durchschnittlich 12,1 h verringern. Erwerbstätige, die bereits eine Teilzeittätigkeit ausüben und dennoch überbeschäftigt sind, würden durchschnittlich eine um 7,8 Stunden reduzierte Wochenarbeitszeit bevorzugen.
  • Abhängig (d.h. sozialversicherungspflichtig) Beschäftigte: 29,84 Mio beschäftigt (10/13)
  • Selbständige und mithelfende Familienangehörige: 4,5 Mio (= 11 % der Erwerbspersonen)
  • Davon 2,46 Mio (= 6 % aller Erwerbstätigen) Selbstständige ohne weitere Mitarbeiter. (2012)
  • Beamte (Bund und Länder): 1,8 Mio (2011)
  • ALG II = Hartz IV-Empfänger: 6,12 Mio (2/13). Davon 4,42 Mio erwerbsfähig, 1,7 Mio nicht-erwerbsfähig (z.B. Kinder und Jugendliche, die mit ALG-II-Empfängern in einer Bedarfsgemeinschaft leben). - Nicht alle Arbeitslose sind Hartz-IV-Empfänger, ca. ein Drittel von ihnen bezieht Arbeitslosengeld I. Umgekehrt sind aber auch nur knapp die Hälfte der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger arbeitslos. Die anderen können etwa einen Minijob haben oder so wenig verdienen, dass ihr Einkommen nicht zum Lebensunterhalt ausreicht (sog. "Aufstocker"). Den Zusammenhang illustriert ein schönes Arbeitsagentur-Schaubild.
  • Teilzeitquote: 27 % der Erwerbstätigen (2012). Zum Vergleich 1991: 14 %.
  • Teilzeitquote bei Frauen: 46 %, bei Männern 10 % (2011).
  • Anstieg der Teilzeitbeschäftigung zwischen 2008 und 2011 um 600.000, gleichzeitig Rückgang der unfreiwillig Teilzeitbeschäftigten. 2008 wünschten sich noch 23 % Frauen und 33 % der Männer, die Teilzeit arbeiteten, eigentlich mehr Arbeitsstunden, 2011 waren es 17 % der Frauen und 25 % der Männer (siehe Grafik aus einer Broschüre der Bundesanstalt)
  • Durchschnittliche Arbeitszeit: Vollarbeitszeit: 41-43 h (je nach Datenquelle). Laut Statistischem Bundesamt: 41,9 Wochenstunden für Vollzeitkräfte, 18,2 h für Teilzeitkräfte (2012). Mittlere Arbeitszeiten abhängig Beschäftigte: 40,7 h, Selbstständige: 50,4 h. (2012)
  • Mittlere gewöhnliche Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen: 35,5 h. 1991: 38,4 h. Der Anstieg um 3 h ist auf die annähernde Verdoppelung der Teilzeitquote zurückzuführen. Bei separater Betrachtung der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten zeigt sich, dass die Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten seit 1991 um ca. eine halbe Stunde angestiegen ist.
  • Überstunden (lt. Institut für Wirtschaftsforschung Halle: 1,4 Milliarden unbezahlt (2010) = 2,9 % des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens. Bezahlte Überstunden: 2,7 %. Anzahl der Überstunden gesamt pro Arbeitnehmer 12,3 pro Monat. Davon 6,9 h durch Freizeit ausgeglichen oder bezahlt. 3,2 h nicht kompensiert, die übrigen Stunden „teils/teils“.
  • Schichtarbeit (18-23 Uhr): 27 % der Beschäftigten, Nachtarbeit (23-6 Uhr): 9 % (Stressreport der Bundesregierung 2012)
  • Wochenend-Arbeit: samstags: 64% der abhängig Beschäftigten, Sonn- und Feiertag: 38 % (Stressreport der Bundesregierung 2012)
  • Atypische Beschäftigung (Teilzeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Arbeitsstunden pro Woche, befristete Beschäftigung oder Zeitarbeitsverhältnisse): 7,9 Mio (2011)
  • Niedriglohnquote: 24,1 %. Niedriglohn liegt vor, wenn der Verdienst eines Beschäftigten kleiner als zwei Drittel des Medianverdienstes, also des mittleren Verdienstes aller Beschäftigten, ist (2010: 9,54 Euro pro h brutto). (Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
  • Minijob als Nebenverdienst,nach Geschlechtern:: 11% aller sozialversicherungspflichtigen Frauen, 7% aller sozialversicherungspflichtigen Männer (Stand 2/14)
  • Geringfügig Beschäftigte (Minijobber): 7,58 Mio (2/14). Davon 3,02 Mio (40 %) in einem Nebenjob beschäftigt. (Stand 2/14). Damit hat sich die Zahl der Arbeitnehmer mit einem Nebenjob seit der Wiedervereinigung mehr als verdreifacht
  • „Arbeitnehmerüberlassung“ (Zeitarbeit oder Leiharbeit): 822.000 Leiharbeitnehmer (12/2012). Im zweiten Halbjahr 2012 wurden 481.000 Zeitarbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 658.000Beschäftigungsverhältnisse beendet (knapp die Hälfte davon nach weniger als drei Monaten)
  • „Unbereinigter Gender Pay Gap“ (prozentualer Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern): 23 % (2010).
  • „Bereinigter Gender Pay Gap“ (Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und äquivalentem Bildungsabschluss): 12 % (Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit)
  • Krankenstand 12,6 Tage pro Beschäftigtem = 3,82 % aller Beschäftigten (2011)
  • Erwerbsminderungsrentner: 1,67 Mio (2012). Erstmalig wegen verminderter Erwerbsfähigkeit verrentet: 190.000 (2012), Hauptgrund: psychische Störungen (42,1 %)
  • Beschäftigung der 60-65Jährigen: 1,7 Mio (Ende 2013). Zum Vergleich: 740.000 (2003).
  • Erwerbstätigenquote der 60-64-Jährigen: 52,6% (II. Quartal 2014 - Quelle: DER SPIEGEL 47/2014). Zum Vergleich: knapp 20% (2000)
  • Vorzeitiger Ruhestand: 37% (2013). Zum Vergleich: knapp 50% (2011)
  • Durchschnittliches Renteneintrittsalter: 64,2 J (2013). Zum Vergleich: 62,3 (2000)
  • Altersteilzeit: 500.000 (Ende 2011). Zum Vergleich: knapp 300.000 (2001)
  • Beschäftigte ab 65 Jahren: 1,0 Mio = 2,9% aller Beschäftigten (9/2013, BfA). Davon sozialversicherungspflichtig beschäftigt: knapp 200.000, Minijobber: etwas mehr als 800.000. Im Vergleich zu 9/2000 Anstieg der Beschäftigung von >65Jährigen um ca. 70%. Gründe für Erwerbstätigkeit im Ruhestand: Spaß an der Arbeit: 95%, Geld verdienen: 73% (Umfragezentrum Bonn für BiB) - Quelle: "Im Unruhezustand", Der Spiegel 21/2014 v. 19.05.2014. Zum Vergleich 1991: 20,8.

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